Hier finden Sie Erläuterungen zu Personen, Begriffen und Techniken, die mit dem Buchstaben "B" beginnen. Diese Liste befindet sich in permanenter Überarbeitung und erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Wo ich es für sinnvoll erachtet habe, gibt es zu bestimmten Begriffen eigene Seiten.

Bedürfnis  ;  Besemer  ;  Bonus  ;  BRIC  ;  BYOD

Besemer, Christoph

Christoph Besemer ist seit vielen Jahren als Mediator und als Mediatorenausbilder tätig. Er hat seine Erfahrungen in diversen Schriften als Autor und Mitautor veröffentlicht. Sehr oft zitiert und für die praktische Arbeit sehr hilfreich ist das seine Variante des Eisbergmodells zur Konfliktlösung. Mehr dazu unter Konflikteisberg .

Bonus

Bonussysteme sind gern genutzte Mittel zur Beteiligung von Mitarbeitern am Unternehmenserfolg. Wichtig ist hier das richtige Maß. Incentives machen nur Sinn, wenn der Erfolg auch in irgendeinen Zusammenhang mit der Leistung des Mitarbeiters oder der Mitarbeitergruppe gebracht werden kann. Entscheidend ist immer das richtige Maß: Wer für alles einen Bonus auslobt, darf sich nicht wundern, wenn Mitarbeiter bei jeder Anforderung erst einmal nach dem persönlichen Nutzen fragen. Das Motivationselement verkehrt sich dann in das Gegenteil, wenn es zum Normalfall wird. Ganz wichtig und oft (leider!) vergessen wird die Tatsache, dass Bonussysteme das einfache, ehrliche, zwischenmenschliche Loben und Bedanken nicht ersetzen können. Zahllose Untersuchungen haben immer wieder eines bestätigt: soziale Anerkennung steht im Hinblick auf das Motivationspotential vor Geldzuwendung, und zwar deutlich.

BRIC

Der Begriff wurde von Jim O`Neill 2001 in verschiedenen Fachbeiträgen geprägt und beinhaltet die Anfangsbuchstaben der Länder Brasilien, Russland, Indien und China. O`Neill sah diese aufgrund ihrer enormen Wachstumsraten als aufstrebende Volkswirtschaften. Später wurde dann mitunter Südafrika hinzugefügt, und aus BRIC wurde BRICS. Letztlich gibt es eine Fülle dieser Kurzbezeichnungen, so dass es mitunter schwierig ist, den Überblick zu behalten. Es gibt auch noch O5, dass ist BRICS minus Russland plus Mexiko. Und es gibt MINT, bestehend aus Mexiko, Indonesien, Nigeria und Türkei, die nach den BRICS-Staaten die zweite, nachrückende Reihe bilden. Und vermutlich noch zahlreiche, weitere Kombination, die sich immer wieder gut in Publikationen oder Interviews machen, die aber in der Sache wenig aussagen und für eine praktische Einschätzung des jeweiligen Marktpotenials, bezogen auf ein spezifisches Produkt, ohnehin keine Aussage bieten.

BYOD

BYOD steht für "Bring Your Own Device" und adressiert die Tatsache, dass mit dem Einzug von Smartphones, Tablet-Computers etc. sowie dem Bedarf nach persönlicher Konnektivität Mitarbeiter ihre privaten Geräte mit zum Arbeitsplatz bringen und dort auch einsetzen. Dies bringt u.U. Sicherheitsprobleme mit sich, im Hinblick auf Zugang zum Firmennetzwerk, aber auch durch eingebaute Kameras und Mikrophone. Es gibt zahlreiche Empfehlungen an Unternehmen, das Thema offensiv anzugehen und durch Informationsveranstaltungen die Mitarbeiter zu sensibilisieren sowie klare Verhaltenregeln einzuführen und auch umzusetzen.
In der Diskussion zu kurz kommt ein anderes Thema, dass ich regelmäßig in Unternehmen beobachte: die Vermischung von Beruflichem und Privaten. Da Mitarbeiter u.U. auf privatem Wege modernere Geräte besitzen als sie für geschäftliche Belange von den Unternehmen zur Verfügung gestellt bekommen, gibt es eine starke Neigung, das modernere, eigene Gerät auch für Emails und zur Kontaktpflege einzusetzen. Dadurch werden Korrespondenzen bei Abwesenheit des Mitarbeiters für Dritte nicht mehr nachvollziehbar, regelmäßig ergeben sich Lücken, etwas über gemachte Zusagen, weil manche Emails auf dem Geschäftsgerät und andere auf dem privaten Gerät sind. Abgesehen davon, dass dies natürlich jedem Regelwerk einer Zertifizierung zuwiderläuft, kann dies im schlimmsten Fall auch juristische Probleme nach sich ziehen, etwa weil wichtige Geschäftsdokumente der Archivierung entzogen werden.