Hintergrund

Cost and freight [CFR] (bzw. deutsch: Kosten und Fracht) ist eine Lieferklausel ausschließlich für den Schiffstransport der internationalen Incoterms® 2010.

Definition

CFR (benannter Bestimmungshafen) geht davon aus, dass der Verkäufer die Ware an Bord des vom Käufer benannten Schiffs im benannten Verschiffungshafen liefert. Für „normalen“ Containertransport über Containerterminal, ohne explizite Verladung auf ein vom Käufer gebuchtes Schiff, ist die Klausel FCA vorzuziehen, da dort die Übergabe der Ware an den Frachtführer im Terminal vor der Verladung erfolgt und somit der Einflussnahme des Verkäufers entzogen wird. CFR kann aber eingesetzt werden, wenn es sich um komplette, volle Container und Seekisten handelt.

Vorteil der Klausel

  • Gefahrenübergang am Lieferort, d.h. auf dem vom Käufer benannten Schiff
  • Käufer trägt die Importkosten
  • Keine Verpflichtung zum Abschluss einer Transportversicherung

Nachteil der Klausel

  • Eignet sich nur für See- und Binnenschiffstransport, jedoch nur bedingt für den allgemeinen Containerverkehr per Schiff
  • Verkäufer schließt Transportversicherung ab und trägt Export- sowie die Transportkosten bis zum Bestimmungshafen

Zu beachten!

Gefahrübergang und Kostentragungspflicht vom Verkäufer auf den Käufer finden an verschiedenen Orten statt. (Lieferort = Gefahrenübergang; Bestimmungsort = Kostenübergang)

Beispiel

CFR San Francisco Seaport (Incoterms® 2010)

Link zur Internationalen Handelskammer ICC

Weitere Informationen zu Cost and freight finden Sie bei der ICC